URLAUB à la RÜGEN August - September 2021

46 | Halbinsel Mönchgut Anzeigenspezial Restaurant in zauberhafter Rügen-Landschaft Besuchen Sie unser Restaurant, in dem liebevoll mit frischen Zutaten gekocht und zuvorkommend serviert wird. Restaurant „Taun Hövt“ · Boddenstraße 61 18586 Mönchgut OT Groß Zicker · Tel. 03 83 08 / 54 20 Öffnungszeiten siehe Homepage! www.taun-hoevt.de 18586 Groß Zicker · Gasthof 038308-56656 · Feriendorf 038308-56610 E-Mail: feriendorf@ts-n.de · www.ts-n.de Rustikales Ambiente & heimische Küche in unserem Gasthof „Uns Deichstuw“! Streichelgehege & nur 450 m vom sandigen Ostseestrand! Das Feriendorf „Gross Zicker“, nur 450 Meter von der Ostsee entfernt, begrüßt Sie auf der Halbinsel Mönchgut. Besuchen Sie unser Feriendorf und unseren Gasthof „Uns Deichstuw“. Wir würden uns freuen Sie als Gast bei uns aufnehmen zu dürfen. ★★★★ Komfortable 16 Ferienwohnungen · 8 Appartements · 5 Ferienhäuser „Insel Rügen“ – wer diese Worte vernimmt, mag wohl immer an die Schönheit dieses Insellandes mit seiner abwechslungsreichen Natur, seinen landschaftlichen Besonderhei- ten, dem Wechsel von Berg und Tal, von Wald und Flur, den herb-schroffen Küsten sowie Seen in Wäldern den- ken. Und in dieser Landschaft finden sich Blumen und Kräuter, die teilweise längst vergessen schienen. Ein Mann allerdings hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Kräuter und Blumen wieder ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. Es handelt sich um René Geyer, den auch als „Kräuter-Geyer“ bekannten Erlebnis- und Naturführer. René Geyer verfasst für das Urlaubermagazin à la Rügen pro Ausgabe eine Kolumne über eine Kräuter- oder Blumenpflanze. Seit 2004 können Gäste sowie Einheimische bei seinen archäologi- schen Führungen zu den Hünen- und Hügelgräbern bei Lancken-Granitz sowie bei seinen nunmehr legendären Kräuterführungen in den „Zickerschen Bergen“ die Natur aktiv erleben. Wan- dern Sie mit dem „Kräuter-Geyer“ im Biosphärenreservat Südost-Rügen und lassen Sie sich mit allerhand Wissens- wertem die natürlichen Schönheiten dieser Inselregion erklären. Die in dieser Kolumne angegebenen medizinischen Verwendungen sollten nicht als ärztliche Anweisungen verstanden werden, denn vor dem Verwenden von Heilkräutern sollte immer der Arzt und/oder Fachmediziner gefragt werden. René Geyer gibt nur altbekanntes und überliefertes Wissen gerne an Sie weiter. Schwarzer Holunder Kräuterserie von René Geyer Wenn du am Hollerbusch vorbei- ziehst, ziehe deinen Hut!“ – so sagte man vor Ehrerbietung und Achtung über dieses heimische Kleingehölz. Der Volksmund gab dem Holunder Namen wie: Eller, Flieder, Holder oder Holler. Holunder gehört zur Familie der Geißblattgewächse. Der Holunder kann ein 2 - 6 m hoher Strauch oder Baum werden. Die Blätter sind gefie- dert, der stark verzweigte Stamm ist wie mit korkähnlichen Warzen über- sät. Ab etwa Juni blüht der Holunder und er betört nicht nur das Auge mit seinen zitronengelben, kleinen Blüt- chen, die auf einer handtellergroßen Blütendolde sitzen. Er duftet auch noch angenehm. Wir sollten uns dann die Blütendolden holen und das möglichst bei sonnig-trocke- nem Wetter. Zu achten ist darauf, dass die Blütendolden noch eine satte, gelbe Farbe besitzen. Meist werden sie nach etwa drei bis vier Tagen blassgelb und dann sollten sie nicht mehr verwendet werden. Die Blütendolden werden mit der Schere geschnitten und sorgfältig in einem Korb nach Hause getragen. Dort werden die Blütendolden von den gröberen Stängeln geschnitten und im Schatten getrocknet. Nach wenigen Tagen sind sie meist völlig trocken und sollten nun in Schraubgläser gefüllt werden. Das feine Aroma bleibt somit länger erhalten. Bei Auftreten von grippalen Infekten eignen sich die Holunderblüten vortrefflich als Tee. Aber auch als Genusstee ist Holunder- blütentee vorzüglich. Der heiße Tee wirkt schweißtreibend und somit werden über die Haut Schadstoffe ausgeschie- den. Die Blütendolden können wir frisch und ungewaschen auch durch einen Eierkuchenteig ziehen und dann in heißem Fett goldgelb ausbacken. Vor dem Servieren wird noch etwas Puderzucker drübergestreut. Sie brauchen an diesem Tag bestimmt keinen Kuchen mehr kaufen. Auch können wir uns eine Holunderblütenmilch zubereiten. Dazu eine Dolde Holunderblüten mit etwa 1 l heiße Milch übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, die Dolde heraus- nehmen und die Milch mit etwas Honig süßen. Servieren Sie diese Blütenmilch eisgekühlt. Die Inhaltsstoffe in den Blüten sind ätherisches Öl, Flavone und Schleimstoffe. Übrigens, wenn der Holunder blüht, so sagt man, kommt er Sommer ins Land. Ich kann es jedes Jahr kaum erwarten, dass er von Juni bis Anfang Juli blüht. Unsere Vorfahren sahen im Hollerbusch einen Strauch, in dem die guten Geister zu Hause waren. Den Germanen war dieser Strauch heilig und sie sahen darin einen Hort der Göttin Frigg, die Göttin der Liebe und die Hüterin des Hauses. Wer an seinem Bauern- haus einen kräftigen Holunderstrauch stehen hat, wird vor Krankheit und Leid bewahrt – so glaubte man früher. Auch wir sollten in der jetzigen Zeit diesem doch so wunder- und heilkräftigen Strauch wieder mehr Beachtung schenken. Ihr „Kräutergeyer“ Tel. 0173 / 98 98 031, www.naturgeyer.de © René Geyer Die Termine für die Kräuterwanderungen, die Hünengräber- oder die Sagenwanderungen finden Sie in diesem Magazin im Veran- staltungskalender sowie in der kostenlosen Rügen-App und unter www.inselzeitung.de Noch mehr Kräuter entdecken

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