URLAUB à la RÜGEN Oktober - November 2025

Anzeigenspezial Ostseebad Binz & die Granitz | 39 täglich öffentliche Rundgänge Führungen mit dem Fahrrad temporäre Ausstellungen Bildungsangebote Lesecafé Öffnungszeiten: Feb.: 10 - 17 Uhr März - Okt.: 10 - 18 Uhr Nov. & Jan.: 10 - 16 Uhr letzter Einlass eine halbe Stunde vor Schließung Dauerausstellungen zur Geschichte des in der NS-Zeit erbauten „KdF-Seebades“ in Prora und seine Entwicklung bis heute „MACHTUrlaub“ „Von Prora hinter die Fronten – Vergessene Opfer deutscher Polizeibataillone“ „Baustelle Prora. Die Pläne“ Unsere Sonderausstellungen finden Sie unter www.prora.eu oder in diesem Magazin ab S. 104. Dokumentationszentrum Prora e.V. Dritte Straße 4, im Zentrum der Anlage, 18609 Prora Telefon: 038393/13991 · www.prora.eu MACHT Urlaub Durch den beginnenden Kalten Krieg und der Wiederaufrüstung in Ost und West wird Prora schließlich als Militärstandort interessant. Ab 1952 beginnt der Ausbau, fünf Rohbauten wer- den fertiggestellt, einer davon, der heutige Block 1 (die Zählung verläuft von Süd nach Nord), wird Ferienheim für Armeeangehörige. Die letz- ten beiden nördlichen Gebäude bleiben unvoll- endet und sind später Truppenübungsplatz. Der Strand sowie das Areal der heutigen Naturerbe- fläche werden militärisches Sperrgebiet. Mit Gründung der NVA ist Prora ab 1956 Stand- ort für Landstreitkräfte. Über 10.000 Soldaten sind hier zu Spitzenzeiten stationiert. Es kommt zu mehrfachen Umstrukturierungen, Einheiten kommen und gehen. Eine erste Lehreinrichtung für Unteroffiziere etabliert sich in den 1960er- Jahren, 1981 folgt die DDR-weit erste Offiziers- hochschule für ausländische Kader. Militär- angehörige aus Mosambik, Nicaragua, Kuba und anderen Staaten werden hier ausgebildet. Im nördlichen Block 5 sind bis in die frühen 1980er Fallschirm- jäger stationiert, mit den Ruinen nebenan als Übungsgelände. Mit Einführung der allgemeinen Wehrpflicht sind seit 1962 auch Wehr- dienstleistende in Prora. Der Standort ist unter ihnen für seinen Drill verschrien, das Motto „Drei Worte genügen – nie wieder Rügen“ wird zum geflügelten Wort. Ab 1964 kommen die sogenannten Bausoldaten hinzu. Sie müssen auf dem Gelände u.a. Truppen- übungsplätze anlegen und andere Bautätigkeiten ausführen. Im Rahmen der Wehrpflicht ist der waffenlose Bausoldatendienst die einzige Alternative. Einen zivilen Ersatzdienst gibt es trotz mehr- facher Einforderung bis zum Mauerfall nicht, Totalverweigerung wird mit Gefängnis bestraft. Wer sich aus Glaubens- und Gewis- sensgründen für den Bausoldatendienst entscheidet, muss allerlei Nachteile in Kauf nehmen, da Waffendienstverweigerer als Staats- feinde in Uniform betrachtet werden. Viele von ihnen schließen sich später der Oppositionsbewegung an. 1982 wird Prora zum größten Bausoldatenstandort in der DDR. Nach dem Abzug der Fallschirmjäger ziehen mehrere hundert Bausoldaten in den Block 5. Sie müssen beim Bau des Fährhafens in Mukran mitarbeiten, um eine direkte Seeverbindung zwischen der DDR und der Sowjetunion zu schaffen. Mit dem Mauerfall 1989 werden die letzten Bausoldaten doch noch im zivilen Bereich ein- gesetzt, nach der Wiedervereinigung gibt es keinen Bausoldaten- dienst mehr. Etwa 15.000 Bausoldaten hat es insgesamt in der DDR ge- geben. Rainer Eppelmann, der nach dem Mauerfall zum Minister für Abrüstung und Verteidigung in der letzten DDR-Regierung wird, ist ebenfalls ehemaliger Bausoldat. Die Geschichte hat zuweilen ihren ganz eigenen Humor. 1990 übernimmt die Bundeswehr den Standort, 1992 erfolgt die Auflösung und Übergabe des Areals an das Bundesvermögensamt. Kurz darauf wird die Anlage unter Denkmalschutz gestellt und bleibt in der Folgezeit überwiegend ungenutzt. Einige Jahre später folgt der Entschluss, die einzelnen Blöcke zu veräußern. Bis auf den Block 5 mit der Jugendherberge, der zu 1/3 Eigentum des Landkreises ist, gehört die Anlage heute privaten Investoren und ist größtenteils be- reits zu modernen Wohn- und Ferienanlagen saniert. Ein neues Kapitel in Proras Geschichte ist gerade dabei, geschrieben zu werden. Das steinerne Meer zwischen Prora & Neu Mukran Die rund 40 Hektar großen Feuersteinfelder Rügens , die auch als „steinernes Meer“ bezeichnet werden, befinden sich im nördlichen Teil der „Schmalen Heide“ bei Neu Mukran und zählen neben den Kreidefelsen zu den bemerkenswertesten Naturphäno- menen der Insel und sind vermutlich durch eine Reihe von Sturmfluten vor 3.000 bis 4.000 Jahren entstanden. Auf einer Fläche, die ungefähr 2,5 km lang und 300 m breit ist, reihen sich die großen, offen liegenden Feuersteinfelder aneinander. Sie bestehen zu 90 Prozent aus Feuersteinen. Etwa einen Meter hoch sind diese Aufschüttungen und teilweise mit kleineren Bäumen, Sträuchern und Heidekraut überwachsen. Die bizarre Landschaft können Besucher während einer geführten Tour erleben und erfahren alles um die Entstehung, Geschichte und Entwicklung der Felder (Anmeldung beim Natur- erbe Zentrum Rügen, www.nezr.de) . Der etwas andere EDEKA Inhaberin Susanne Krüger-Koch führt den 1500 m2 großen EDEKA-Markt mit Herz & Verstand. Hier steht nicht nur der Handel, sondern auch die Freude am Umgang mit Lebensmitteln, Kunden und Mitarbeitern im Mittelpunkt. Ob regionale Produkte, persönliche Be- ratung oder die Erfüllung individueller Wünsche – alles ist darauf ausgerichtet, dass Sie sich bei uns wohlfühlen. Für besondere Anlässe wie bspw. Weihnachten, Ostern oder Halloween überrascht der etwas andere EDEKA mit kreativen Ideen und Aktionen. Nachhaltigkeit gehört ebenfalls zum Konzept: Auch die moderne E-Ladesäule vor Ort macht Ihren Ein- kauf zu einem Erlebnis mit Zukunft. EDEKA Susanne Krüger e.K. Vierte Straße 2, 18609 Binz OT Prora Tel. 038393 / 669227 www.edeka-krüger-rügen.de Oktober - Mai: Mo - Sa 7 - 20 Uhr aktuelle Infos auch auf

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