Keyworddichte / Keyword Density

Die Keyworddichte oder keyword density gibt an, wie häufig ein Suchbegriff im Text einer Webseite vorkommt. Hierfür wird die Gesamtanzahl der Wörter mit der Häufigkeit des relevanten Suchbegriffs in Verbindung gesetzt. Kommt ein gesuchter Begriff oder eine Wortkombination dreimal in einem Text von 100 Wörtern vor, so handelt es sich um eine Keyworddichte von drei Prozent.

Die Keyword Density ist jedoch – ähnlich wie der Pagerank – kein entscheidendes Kriterium für die Bewertung von Online-Angeboten, da die übertriebene Verwendung von Suchbegriffen innerhalb eines Textes die Lesbarkeit stark einschränken kann.

Keyword Stuffing

Werden bestimmte Begriffe – wie beim Keyword Stuffing – sogar in unverhältnismäßig hoher Anzahl auf einer Onlinepräsenz verwendet, ohne dass dies einen erkennbaren Nutzen für die Leser hat, werden die Webseiteninhalte mittlerweile sogar als Spam gewertet. Die Google Webmaster Guidelines weisen deshalb explizit darauf hin, dass betroffene Webseiten mit einer unnatürlich hohen Keyworddichte im Ranking der Suchergebnisse herabgestuft werden.

Optimale Keywordverteilung: WDF*IDF

In der Fachwelt gibt es bis heute keine eindeutige Antwort auf die Frage nach der optimalen Keywordverteilung, doch viele SEO-Experten vermuten, dass der Idealwert zwischen vier und acht Prozent liegen sollte. Zur Bestimmung der idealen Suchbegriffsverteilung und ihrer jeweiligen Gewichtung wurde deshalb die sogenannte WDF*IDF Formel entwickelt.

WDF

WDF steht dabei für „within document frequency“ und bestimmt, wie relativ häufig ein Term – entweder ein Wort oder eine Suchbegriffskombination – innerhalb eines Textes vorkommt.

IDF

Die IDF – eine Abkürzung für „inverse document frequency“ – bezieht dagegen das Vorkommen an Texten zu einen bestimmten Suchbegriff oder Begriffskombination mit in die Berechnung ein. Sie setzt die Anzahl der Texte, welche bestimmte Keywords enthalten, mit der Anzahl aller bekannten Dokumente ins Verhältnis und ermittelt somit, wie relevant ein Textdokument in Bezug auf bestimmte Suchbegriffe ist.

Multipliziert man die WDF- und IDF-Formel miteinander, dann ergibt sich die relative Keywordgewichtung eines Textes im Verhältnis zu allen anderen Dokumenten, die den gleichen Suchbegriff enthalten. Selbstverständlich sind die Ergebnisse umso präziser, je größer die zur Berechnung der  WDF*IDF-Formel herangezogene Datenbasis ist.

Texte mit Mehrwert für den Leser schreiben

Einig sind sich aber alle SEO-Fachleute darüber, dass es viel wichtiger ist, wenn Webseitentexte vor allem interessant, relevant und informativ für Ihre Leser geschrieben werden. Schreibt man nützliche Inhalte mit einem hohen Mehrwert für die eigenen Zielgruppen, dann werden die elementaren Begriffe mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls, allerdings auf natürliche Weise, auf der Webseite verwendet. In Kombination mit einer verringerten Absprungrate und einer höheren Verweildauer lässt sich somit erkennen, ob die Webseite die spezifischen Bedürfnisse ihrer Zielgruppen befriedigt, die Webseite nutzerfreundlich ist und die Besucher deshalb das Online-Angebot über einen bestimmten Zeitraum nicht verlassen, weil sie genau das gefunden haben wonach sie suchen.

Keyworddichte ist zu hoch

Um eine zu hohe Keyworddichte zu vermeiden, sollten Webseitenbetreiber deshalb Synonyme oder Umschreibungen verwenden, die Suchmaschinenbetreiber wie Google mittlerweile auch semantisch identifizieren und dem bestimmten Webseitenthemen zuordnen können. Gleichzeitig sollten die schriftlichen Inhalte, so perfekt sie auch formuliert sein mögen, immer auch um hochwertige Bilder oder Videos im responsive Design ergänzt werden, um das Nutzererlebnis zu steigern.