Click Popularity / Klick-Popularität

Die Click Popularity oder Klick-Popularität informiert – wie der Name schon andeutet – über die genaue Anzahl der Webseitenklicks in den Suchmaschinenergebnislisten durch die User und gibt somit Auskunft über die Attraktivität einer Homepage und ihres Meta-Description-Textes in den SERPs (search engine results page).

Je häufiger eine Webseite in den Ergebnislisten der Suchmaschinen von Google & Co angeklickt wurde und je länger die Besucher auf der Seite verweilen, desto attraktiver und relevanter ist das Online-Angebot für die Nutzer der Suchmaschinen. Dadurch verbessert sich langfristig auch die Domain Authority und der Domain Trust sowie die Domain Popularität und das Ranking der Homepage, denn man geht davon aus, dass qualitativ hochwertige Inhalte ein größeres Interesse bei den Usern wecken und dabei dem höherwertigen Content mehr Zeit gewidmet wird.

Nutzerverhalten als Rankingkriterium

Anders als bei der Linkpopularität zählt bei der click popularity also nur die user behavior – also das Nutzerverhalten – in den Suchmaschinenergebnissen, denn auch hier gilt: interessantere Links werden öfter angeklickt und besitzen deshalb ein besseres Ranking. Dabei wird aber auch die Absprungrate der Landing Page und Verweildauer des Besuchers auf der Webseite erfasst und bewertet.

Auf qualitativ hochwertigen Internetseiten wird wesentlich mehr Zeit verbracht als auf Onlineinhalten, die dem Nutzer keinen Mehrwert bieten und dessen Bedürfnisse nicht befriedigen.

Maßnahmen zur Steigerung der Klick-Popularität

Zahlreiche Maßnahmen helfen Ihnen dabei die Klick-Popularität für Ihre Onlineinhalte zu steigern. Neben der Vermeidung von Duplicate Content und Spam sollten Sie einerseits einzigartige Webseiten­­-Content von hoher Qualität erstellen, die Ihren Kunden einen wirklichen Mehrwert bieten und andererseits all Ihre Inhalte mit aussagekräftigen Titeln sowie Beschreibungstexten versehen, die dabei auch zielgruppen­relevante Suchbegriffe enthalten.

Die sogenannte Rich Snippets, die in den SERPs angezeigt werden, können ebenfalls dabei helfen, die eigenen Angebote gegenüber der Konkurrenz abzuheben und eine höhere Wahrnehmung bei den Zielgruppen zu erzielen.

Aber auch hinsichtlich von Online-Werbekampagen ist die Klick-Popularität durchaus relevant, denn wenn Werbeanzeigen oder beworbene Webseitenbeschreibungstexte zu selten angeklickt werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die anscheinend ineffiziente Onlinewerbung in Zukunft herabgesetzt oder seltener angezeigt wird.

Anfälligkeit der Klick-Popularität für Manipulationen

Für die objektive Auswertung der Klick-Popularität ist jedoch die große Manipulationsanfälligkeit der Klickzahlen problematisch, da Webseitenbetreiber in der Vergangenheit immer wieder versucht haben, die Statistiken und die Klickrate (Click Through Rate) durch das massenhafte Anklicken der Links bewusst zu verfälschen.

Ein großer Nachteil der Klick-Popularität ist somit, dass diese Messungsmethode zur Bewertung der Webseitenqualität recht anfällig für Manipulationen ist.

So wurden in der Vergangenheit schon oft Betrugsversuche durch Klickfarmen oder Softwaretools festgestellt, die in vorher festgelegten Zeitabständen automatisch über eine zeitliche Periode hinweg zahlreiche Klicks ausführen, um die Ergebnisse der Suchmaschinen durch manipulierte Webseitenaufrufe zu verfälschen. Von den bezahlten Seitenaufrufen durch unseriöse Klickfarmen bis hin zu kleinen Manipulationsprogrammen ist deshalb dringend abgeraten.

Nachteile der Click Popularity als Rankingfaktor

Nachteilig ist auch, dass neue Webseiten mit eventuell sogar besseren Inhalten sich nicht gegen bereits am Markt etablierte Onlineangebote behaupten können, weil diese bereits in der Vergangenheit zahlreiche Klicks erhielten. Gleichzeitig erhalten nur Webpräsenzen sehr hohe Klickzahlen, die auch auf den ersten Plätzen in den Suchmaschinenrankings zu finden sind und dementsprechend kann die Klick-Popularität kein unabhängiger Indikator für die Bewertung einer Webseite sein.

Kritisch gesehen wird auch die Tatsache, dass die Klickhäufigkeit hauptsächlich von der Platzierung in den Ergebnislisten der Suchmaschinen und weniger von der Webseitenqualität abhängt. Neue Online-Auftritte können sich somit selbst bei erstklassigem Inhalt nicht kurzfristig gegenüber den etablierten Webseiten mit ihren vielen, in der Vergangenheit erzielten Klicks behaupten.