User Experience

Das Nutzererlebnis – in Englisch User Experience genannt – bezeichnet die Erfahrung, die ein Anwender bei der Produkt- oder Webseitennutzung macht. Die Nutzererfahrung definiert somit die subjektiven Wahrnehmungen und Reaktionen sowie die individuellen Erwartungen einer Person, vor und während der Produktverwendung.

Im Folgenden bezieht sich die User Experience jedoch immer auf die Interkation mit einem Online-Angebot sowie auf die Nutzererfahrung hinsichtlich einer App– und Webseitengestaltung.
Die Bewertung der Webseitenfunktionalität, des WebDesigns und der Produktleistungsmerkmale wird dabei durch zahlreiche situative Faktoren – wie den unterschiedlichen individuellen Emotionen der Nutzer – beeinflusst.

 

User Experience oder Usability

Die Begriffe User Experience und Usability werden oftmals synonym verwendet, obwohl sie sich eigentlich voneinander unterscheiden. Denn streng genommen ist die Benutzerfreundlichkeit ein Bestandteil der Nutzererfahrung.

 

Bestandteile der User Experience

In Bezug auf das Nutzererlebnis mit Webseiten kann man verschiedene Bestandteile voneinander abgrenzen.

Zugänglichkeit:

Gestaltung der Webseite im Responsive Webdesign zur Anpassung an verschiedene Endgeräte, zum Beispiel für den Desktop-PC, das Notebook, Tablet oder Smartphone. Desweiteren haben die Dauer der Webseitengeschwindigkeit und Ladezeiten sowie die Erreichbarkeit der Onlineinhalte große Auswirkungen auf die erlebte User Experience.

Attraktivität und Design:

Auch ein attraktives WebDesign kann zur Steigerung der Nutzererfahrung beitragen, weil die optische und visuelle Gestaltung einer Webseite mit der Webseitenverweildauer zusammenhängen kann.

Usability:

Moderne Internetseiten müssen ihren Zielgruppen einen wirklichen Mehrwert und über die Webseitenfunktionen hohen Nutzen bieten. Dies gelingt durch eine einfache Bedienung und verständliche Strukturen.

 

Individuelle User Experience

Bedenken Sie jedoch, dass die User Experience immer von subjektiven Kriterien und individuellen Erwartungshaltungen abhängt. Deshalb kann es sein, dass unterschiedliche Nutzer dieselbe Webseite als positiv oder negativ erleben, je nachdem welche Zielsetzungen sie erreichen wollten.

Internetseitenbetreiber sollten sich also fragen, ob sie ihren Zielgruppen genau die Themen und Inhalte zur Verfügung stellen, nach denen diese suchen. Passt das Design zum Produkt und entspricht es dem Geschmack der Webseitenbesucher? Besitzt die Onlinepräsenz ein modernes Responsive WebDesign, das auch auf mobilen Endgeräten – wie Tablets und Smartphones – fehlerfrei angezeigt wird? Ist eine einfache Struktur und übersichtliche Menüführung gegeben? Werden alle Webseitenelemente auf den verschiedenen Browsern dargestellt und korrekt angezeigt?

 

Mobile User Experience

Gerade bei der Optimierung einer Webseite für mobile Endgeräte müssen nicht nur die zahlreichen Displaygrößen der verschiedenen Endgeräte berücksichtigt werden, sondern auch die unterschiedlichen Funktionen der Smartphones und Tablets. Gleichzeitig wollen die Leser von Onlineinhalten immer auch ganz bestimmte Zielsetzungen erreichen – zum Beispiel eine Online-Produktbestellung oder Informationssuche – und erwarten dabei immer möglichst schnelle Lösungen für ihre Probleme.

 

Messung der User Experience

Zwar ist es schwierig die User Experience aufgrund der zahlreichen subjektiven Bewertungskriterien objektiv zu messen, allerdings stehen Webmastern doch verschiedene Auswertungsmethoden zur Verfügung mithilfe derer sich das Nutzererlebnis der eigenen Zielgruppe feststellen lässt.

Dabei lassen sich Qualitätsfaktoren – wie Ladezeiten oder das Responsive Design – ohne größere Probleme erhoben werden. Schwieriger wird es jedoch bei der Erfassung von individuellen Bewertungen hinsichtlich der empfundenen, visuellen Darstellung und Informationsaufbereitung oder der Orientierung in der Webseitenstruktur durch einzelne Zielpersonen. Oftmals ist eine Kombination von unterschiedlichen Erhebungsmethoden notwendig, um adäquate und unverfälschte Ergebnisse zu den verschiedenen Nutzererfahrungen zu erhalten.

Eye-Tracking:

Beim Eye-Tracking-Verfahren werden die Blicke der Probanden bei der Webseitennutzung mithilfe einer Spezialbrille aufgezeichnet und anschließend u.a. der Blickverlauf ausgewertet.

Zielgruppen-, Meinungs- und Kundenbefragung:

Auch durch mündliche oder schriftliche Befragungen – oftmals in standardisierter Form – kann man die User Experience und Erfahrungen der Probanden mit einem Onlineangebot ermitteln. Dabei gilt, je mehr Fragen von den Probanden beantwortet wurden, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse der Erhebung.

 

Bedeutung der User Experience für die Suchmaschinenoptimierung

Auch wenn die User Experience sehr wahrscheinlich keinen konkreten Rankingfaktor darstellt, wirkt sie sich zumindest indirekt auf die sogenannte „return to search rate“ aus. Die Nutzererfahrungen besitzen also einen Einfluss auf den Anteil der wiederkehrenden Webseitenbesucher und die Verweildauer der User auf der Internetseite. Diese Kriterien berücksichtigen wiederum die Suchmaschinenbetreiber als Qualitätsindex für das Ranking der Homepage in den Suchergebnislisten (SERPs) und leiten daraus Konsequenzen für zukünftige SEO-Maßnahmen ab.